Filamentschlauch kürzen

Der Anet E10 Drucker ist von Werk aus mit einem sehr langen Filamentschlauch versehen, der das Filament vom Extruder zum Druckkopf führt.

Schlauch original

Wie man sieht, hat Anet diesen so konzipiert, dass er außen herum um den rechten Rahmen geht.
Prinzipiell spricht eigentlich nichts dagegen, jedoch kann es bei sehr hohen Objekten passieren, dass der Schlauch streift oder hängen bleibt.
Zudem muss eben mehr Material durch den Schlauch geschoben werden, was sich manchmal auch in Form von Sprüngen des Extruders (Durchrutschen vom Filament am Zahnrad) äußern kann.
Da dies kein großes Hexenwerk ist und schnell und ohne großen Aufwand durchgeführt werden kann, sollte man das in Angriff nehmen, ist aber kein Muss. Ich hatte lange Zeit so gedruckt.

Wichtig ist, dass sich hierfür kein Filament im Schlauch befindet. Wer also bereits mit langem Schlauch gedruckt hat, muss das Filament zuerst entfernen.
Wie das geht, habe ich im Beitrag Das Filament im Absatz "Das Entfernen des Filaments aus dem Extruder / Druckkopf" beschrieben.

Befindet sich kein Filament mehr im Schlauch, wird dieser am Druckkopf entfernt. Jedoch Vorsicht: Der Schlauch wird durch eine Klammer am Kopf gehalten und wer hier zu fest zieht, zerstört die Schlauchhalterung.
Um dies zu vermeiden, drückt man einfach den Schlauchhaltering (im Foto schwarz) nach unten Richtung Druckkopf und schon wird das Schlauchende freigegeben:

Schlauch loesen und herausziehen

Zuerst den schwarzen Ring runterdrücken (siehe 1.), dann den Schlauch nach oben wegziehen (siehe 2.).

Nun wird der Druckkopf ganz nach rechts gefahren/geschoben (Achtung, nicht zu schnell schieben !!) und der Schlauch so gekürzt, dass er schön von oben gerade herunter wieder in den Druckkopf geht.
Vorerst lieber weniger abschneiden und nach und nach kürzen, denn wenn der Schlauch zu kurz ist, gibt es Knickstellen und/oder der Druckkopf kommt nicht mehr ganz nach rechts.
All das verursacht später Probleme beim Drucken.

modschlauchrechts sml

Wie auf dem Bild zu sehen ist, geht der Schlauch nun nicht mehr außen um den Rahmen herum, sondern innen parallel zu den Stromkabeln.
Auch schön zu sehen: Der großzügig geschwungene Bogen und der senkrechte Abschluss im Druckkopf (hier ist der Schlauch bereits gekürzt und wieder montiert).
Wichtig dabei ist auch, dass man die Druckhöhe nicht vergisst zu berücksichtigen und bei zu kurzem Schlauch dieser nicht abknickt beim Hochfahren.

Hier nochmal die komplette Ansicht:

Schlauch fertig

Ob man - wie hier zu sehen - den Schlauch an den Stromkabeln fixiert, habe ich mir lange überlegt. Zuerst hatte ich mehr Kabelbinder dran, dabei wurde der Schlauch aber recht unflexibel.
Auf der anderen Seite wollte ich aber auch des Aussehens Willen einen halbwegs aufgeräumten Drucker. Daher habe ich die Fixierung nun auf zwei Punkte reduziert (mit nur einem Punkt sah das komisch aus) und die Kabelbinder auch nicht zu fest gemacht. Im Notfall kann sich der Schlauch noch unabhängig von den Stromkabeln bewegen.

Dann wird der Druckkopf wieder vorsichtig ganz nach links geschoben, um die Länge auch hier zu kontrollieren:

Filamentschlauch links

Das sieht doch ganz passabel aus und ist nun fertig für den Druck, sobald man das Filament wieder zugeführt hat.

Hier der Drucker in Aktion beim Start des 3DBenchy:

Drucker fertig in Aktion.

Das 3DBenchy ist übrigens sehr gut geworden. Gedruckt habe ich mit PETG und Cura.

 

Hier geht es zurück zur Modifikationsübersicht.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok